Über meine Puppen

Wie entstehen meine Puppen?

Meine Puppen entstehen natürlich in liebevoller Handarbeit :-)
Das sagt ja mit Sicherheit jede Puppennäherin von sich! Aber ich erzähle mal kurz, wie ich selbst zur Puppenherstellung gekommen bin. Das war wohl in etwa so: genäht habe ich schon als Kind von ca. 12 Jahren gerne. Damals waren das noch Kleider für die Barbiepuppe. Gestrickt wurde in der Schule und machte mir auch Spaß. Allerdings lief das in dem Alter noch nicht so "glatt". Warum? Das Durchhaltevermögen zum Beenden der Projekte fehlte noch und stellte sich auch nicht so schnell ein. So ruhte das Nähen erst einmal einige Jahre. Als ich dann meine drei Kinder bekam, wurde die kreative "Ader" wieder etwas geweckt. Es wurde gemalt, gebastelt, genäht, gehäkelt, gestrickt, gefilzt, die nötige Geduld und Genauigkeit beim Arbeiten war gereift. Anfangs suchte ich mir kleine Dinge aus, habe auch das Ein oder Andere nach Tilda-Anleitungen genäht und nach BabsiesHook Anleitungen gehäkelt. Aber irgendetwas fehlte noch...das "Eigene", das "Individuelle", das "Besondere"...und auf der Suche dannach kamen wieder einige Stationen, wie das Filzen oder das Puppennähen für unsere Waldorfschule. Im Nähkurs für die Puppen nach Waldorfart lernte ich erst mal die Grundlagen. Wir nähten Schlamperle, Schnuffelpuppen, Gliederpuppen und Blumenkinder. Hier meine erste Puppe, die ich für mein Töchterchen genäht habe:


Das Püppchen ist noch eher schlicht, die Gesichtszüge sehr wenig und zart, nach Waldorfart.

2011/2012 habe ich viel gefilzt, 2013 habe ich begonnen Blumenkinder nach eigenem Entwurf zu nähen und in meinem DaWanda Shop zu verkaufen. Im Laufe des Jahres kamen dann meine Puppen dazu. Ich nähte eine Puppe zum Geburtstag meiner Tochter und entwickelte einen eigenen Entwurf dazu. Von da an stickte ich auch die Gesichter der Puppen und verliebte mich die kleinen Details, wie Pofalte, Bauchnabel und die Grübchen in Knien und Ellenbogen. 




Für das Nähen meiner Puppen verwende ich hochwertige, natürliche Materialien, wie die Bio-Wolle (kbT) und Puppentrikot von Wollknoll, sowie robuste Qualitätsgarne von Gütermann. Es ist mir wichtig, dass meine Puppen schön weich und anschmiegsam sind, aber auch robust und gut bespielbar. Deshalb nähe ich meine Puppen immer mit zwei Lagen Trikot und kombiniere leichte und schwere Trikotqualitäten miteinander, weil sich diese in ihrer Dehnbarkeit unterscheiden. Mein Entwurf ist so, dass die Glieder der Puppe sehr beweglich sind und die Puppen auch sitzen können. 




Für die Haare nehme ich gerne glatte oder gelockte Mohairwolle. Daraus häkel ich für die Puppen Perücken. 

Für die Langhaarperücken habe ich eine eigene Methode entwickelt, bei der die Perücke OHNE Einknüpfen der einzelnen Strähnen, gemacht wird. Dazu findet ihr hier das E-Book.




Bei den Kleidern kombiniere ich gern unterschiedliche Stöffchen und schönen Farben und Motiven. Auch hier bin ich immer bemüht sorgsam die Stoffe auszuwählen und verwende Stoffe, die nach Öko-Tex oder GOTS zertifiziert sind und somit den strengen Richtlinien der Europäischen Spielzeugnorm EN 71(3) entsprechen. Dazu werden oft Schühchen gehäkelt oder Westchen getrickt.



Passend dazu werden aus feinster Merino-Wolle Westchen und Mützchen gestrickt und Schuhe gehäkelt. 




Das Nähen einer Puppe nimmt immer sehr viele Stunden und Tage in Anspruch und es ist immer faszinierend zu sehen, wie ein neues Püppchen entsteht. Jede Puppe ist ein Unikat, sie ist einzigartig und hat ihren eigenen Charakter. Es ist eigentlich eine Kunst! Mit jeder neuen Puppe kommt auch immer neue Erfahrung dazu und immer wieder neue kreative Ideen. Es ist wunderbar zu sehen, wie die Menschen, ob groß oder klein!, auf meine Puppen reagieren, wenn sie sie in den Arm nehmen! Mich verzaubern sie immer wieder aufs neue!




Mein Label


Anfangs habe ich überlegt: "Brauche ich so was überhaupt?" Nun ja, zwingend erforderlich ist es nicht. Sieht aber auch schön aus und irgendwie ist es ja auch schön, wenn man erkennen kann, von wem die Puppe kommt. Allerdings wollte ich auch keine Labels an die Puppe selbst drannähen, denn das gefällt mir persönlich jetzt nicht so, es nimmt meiner Meinung nach irgendwie diesen "Kuschelfaktor" und das "Natürliche" einer Puppe. 
Nun ja, nach einigem Hin-und Herüberlegen habe ich mich dann aber doch für ein Label entschieden und habe, wie ich finde, eine schicke, leicht abnehmbare Lösung gefunden :-) 
Also werden jetzt einige Kleider meiner Puppen mit meinem Logo versehen und so kann man sehen, wer das Püppi gemacht hat! Freu!




 Bäckchen-Rouge






Wenn eine Puppe ordentlich bespielt wird, verblasst das Rouge auf ihren Bäckchen und Gliedern mit der Zeit etwas, was  ganz natürlich ist. Deshalb lege ich zu jeder Puppe dieses Set Bäckchen-Rouge, das ich gemacht habe, dazu. Damit können die neuen Puppenmamas und Puppenpapas ihre Puppe etwas auffrischen. Ich habe eine Schritt für Schritt Anleitung mit Bildern gemacht, in der erklärt wird, wie das gemacht wird. Es ist ganz einfach!
  

CE Kennzeichen

Als Hersteller halte ich mich an die gesetzlichen Regelungen zur Herstellung von Spielzeug, meine Puppen entsprechen der Richtlinie 2009/48/EG über die Sicherheit von Spielzeug.  Ich vergebe meinen Puppen das CE-Kennzeichen, sie kommen zu Dir mit einer Gebrauchsinformation und mit den erforderlichen Gefahrenhinweisen.
                                                                 
Eure Barbara